Slawa Ukrajini - Ruhm der Ukraine

Ungeimpfte im Allgemeinen und Impfgegner im Speziellen, könnten im Worst-Case alle gleichzeitig krank werden und zu einem gewissen Prozentsatz intensivmedizinische Versorgung brauchen. Damit bringen sie unser Gesundheitssystem und damit letztlich unsere gesamte Gesellschaft durch ihr Verhalten in Bedrängnis.

Das führt immer wieder mal zu Überlegungen, ob Impfgegner nicht konsequenter Weise dann auf eine Behandlung auf der Intensivstation verzichten wollen, weil sie das Risiko schwer zu erkranken und intensivmedizinische Behandlung zu benötigen durch ihr Verhalten (sich nicht impfen zu lassen) bewußt eingehen, also selbst zu verantworten haben.

Als Gegenargument wird dann oft angeführt, dass auch andere Menschen durch ihr Verhalten bzw. ihre Lebensweise selbst für  ein erhöhtes Risiko verantwortlich sind zu erkranken, z.B. Übergewicht, Rauchen, Drogenkonsum oder riskante Sportarten.

Der Denkfehler dabei: Die Dimensionen sind vollkommen anders. 

Keine der oben genannten Gruppen bringt unser Gesundheitssystem und damit letztlich unsere gesamte Gesellschaft durch ihr Verhalten in Bedrängnis, Impfgegner aber schon!

Davon abgesehen, dass Übergewicht, Rauchen, Drogenkonsum oder sonstige riskante Lebensweisen nicht zu einem plötzlichen Anstieg von Intensivpatienten führen, gefährden diese Personengruppen auch niemand anderen, durch ihr Verhalten, Impfgegner im Falle einer (womöglich unentdeckten) Infektion aber sehr wohl! Das Risiko einer schnell steigenden Zahl an Intensivpatienten ist hier an sich schon viel höher, als bei den anderen Personengruppen und steigt durch die besonders schnelle Verbreitung des Corona-Virus dann nochmal deutlich an, d.h. man bringt sich als Impfgegner nicht nur selbst in Gefahr, sondern zusätzlich auch noch andere.

Nochmal zur Verdeutlichung:
Wenn sich nur 1 % von derzeit ca. 20.000.000 ungeimpften gleichzeitig anstecken, sind das mal eben 200.000 Infizierte. Selbst wenn davon nur 10% auf die Intensivstation müssen, sind das 20.000 Intensivpatienten bei insgesamt, deutschlandweit ca. 26.000 Intensivbetten, wovon derzeit die meisten schon belegt sind.
Ich kann mir kein Szenario Vorstellen, bei dem die anderen Personengruppen eine ähnlich hohe Zahl an Intensivpatienten verursachen könnten, bei Corona ist das in manchen Ländern und Regionen aber schon passiert, dass nicht mehr alle Patienten versorgt werden konnten!

Will man wirklich, allen ernstes das Risiko eingehen, dass man einer der Patienten ist, die kein Beatmungsgerät mehr bekommen können, weil es keins mehr gibt? Will man das Risiko eingehen, in einem der Krankenwagen zu liegen, der vor einem Krankenhaus steht und wartet, weil kein Intensivplatz mehr gefunden werden kann?

P.S.: Ob man das Glück hat, einen ungefährlichen Verlauf zu haben, weiß man erst, wenn es so weit ist und man gegebenenfalls auf die Intensivstation kommt...

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